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Rastlos endet die Dekade

Hotelkauf, Hausverkauf, Social Media-Lösungen, Markenanträge, Branding-Strategien, Firmengründung, Handelsvertretervertragsdisput - die letzte Woche der ersten Zwanziger-Dekade schließt ohne Ruhe und mit buntgemischten Aufgaben ab.

Nur in den Schwerpunktbereichen IT- und Botschaftsrecht, die anderen Zyklen folgen, herrscht Feiertagsfriede. Einige Kollegen sieht man gar nicht.

Fristen bestimmen die Arbeit des Anwalts in den USA am Jahresende kaum. Eine Zweijahresfrist läuft zwei Jahre, nicht zwei Jahre und den Rest des Jahres bis Sylvester. Den Druck, dem Anwälte in Deutschland ausgesetzt sind, spürt man in den USA nicht.

Die Litigators der Kanzlei sind auf Überraschungen gefasst. Doch liegt das nicht an Fristen. Am Abend vor einem Feiertag werden in den USA einfach gern Klagen zugestellt. Die Kläger rechnen damit, dass die Beklagten ein paar Tage verlieren, bevor sie ihren Anwalt zur Verteidigung einschalten können. Aus der Litigation-Abteilung hört man, dass es auch dieses Jahr nicht anders lief. Aber sie sitzen schon an der Bearbeitung der neuen Fälle und sind auch am Wochenende in der Kanzlei.

Die Wirtschaftsrechtler hingegen werden über Neujahr nicht unbedingt am Schreibtisch kleben.

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Kurznachrichten altbekannt - Langtexte sterben aus?

IM-Kommunikation gibt es in der Kanzlei seit Anfang 1984. Der Wang Mainframe kannte sie. Später gab es sie über AOL und GroupWise mit DOS, GEOS und Windows. GChat ist Mode, Pidgin schlägt Brücken.

IBM Selectric Ball

An alles hat sich nicht jeder gewöhnt, und manche an nichts. Früher kannten alle das Telex und wussten zumindest, was Morse bedeutet. Heute erschrecken sie sich vor Twitter, selbst wenn sie sich an die kaum längeren SMS gewöhnt haben.

Abkürzungen und Kurznachrichten sollten niemanden erschrecken. Doch wandeln sie sich mit der Zeit.

np für No Problem stellt die Anwälte ohne Kinder vor Rätsel. Gemeint ist Keine Ursache oder You are welcome.
k
für OK? Auch das will nicht jeder wahrhaben. Trotz der Effizienzsteigerung von 50%.

Umgekehrt bringen neuere Mitarbeiter trotz lebenslanger Internet- und Rechnererfahrung simple Begriffe aus der Kurznachrichtentechnik wie Telex und Telegramm durcheinander.

Bei Langformaten kennen viele selbst den Unterschied zwischen beschichtetem Faxpapier und Kohlepapier nicht, obwohl sie noch in Akten zu finden sind.

Und an der Fähigkeit, längere Werke zu verfassen, zweifeln auch immer mehr. Vielleicht haben sie als Kinder keine Postkarten beschrieben und als Teenager keine Liebesbriefe verfasst, die von Kurz- bis zu Ewiglangtexten in jedem erdenklichen Format zu finden waren.

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Virtuelle Zweigstelle standeswidrig

Das Virtual Office - ein Büro zur zeitweisen Nutzung - ist weltweit bekannt. Praktisch ist es auch für Rechtsanwälte, die eine Zweigstelle eröffnen und die Bindung an einen langfristigen Mietvertrag ablehnen, oder die zuhause arbeiten, doch sich mit Mandanten lieber in einem Mietbüro statt an ihrer Privatanschrift besprechen.

Rechtsanwälte im US-Staat New Jersey dürfen es nach einer neuen Auslegung des dortigen Standesrechts nicht als Kanzlei nutzen. Einzelstaatliches Recht gilt für die Zulassung von Anwälten in den USA, und eine einzelstaatliche Auslegung entfaltet keine bundesweite Wirkung.

Die Entscheidung vom 25. März 2010 wird als frauen-, solo- und wettbewerbsfeindlich weithin kritisiert, so auch vom Virtual Law Practice Blog.

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Das dicke Ding ist die Festplatte: Mac Mini Server

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Der Mac Mini Server soll als Fileserver das dicke Ding im Telephone Closet ablösen.

Selbst in dreifacher Dimension im Karton ist er kleiner als die alte 5MB-Festplatte, die gerade 25 Jahre alt geworden ist und aus der Zeit stammt, als man mit 32 KB RAM zum Mond fliegen konnte.

Da dachte noch kein Anwalt an ein Gigabyte, wenn auf vier 5 MB-Platten ohne weiteres die Dokumente von 25 Mitarbeitern passten. An 5 GB, 50 GB, 500 GB auch nicht. Jetzt kommt 1 Terabyte als Grundausstattung.

Dumm nur, dass der DVI-Adapter an nichts* passt, selbst nicht den Adapter vom einfachen zweijährigen Mac Mini.


*   Oh doch! Im Technomüll fand sich ein uralter 15-Zollmonitor namens Gateway FPD1500. Der reicht dicke für einen Server.  Lass die Kugel rollen.

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